Seiten aus dem Nachlass Bonhoeffers © epd-bild / Marko Priske

Arbeitskreis der EKU-Stiftung für kirchengeschichtliche Forschung

Der Arbeitskreis für kirchengeschichtliche Forschung besteht aus 22 Personen, die aus den Gliedkirchen der ehemaligen EKU kooptiert werden. In Zusammenarbeit mit diesem Kreis erscheint die Schriftenreihe „Unio und Confessio“. Die Geschäftsführung liegt beim Evangelischen Zentralarchiv in Berlin.

  • Der Arbeitskreis leistet wissenschaftliche Arbeit zur unierten Theologie
  • Er gibt die Reihe „Unio und Confessio“ heraus
  • Er veranstaltet wissenschaftliche Tagungen und Vorträge

Der Arbeitskreis wird von Präsident i.R. Dr. Dr. h. c. Wilhelm Hüffmeier (Vorsitzender) und Professor Dr. Jürgen Kampmann (stellv. Vorsitzender) geleitet. Die Geschäftsführung liegt beim Evangelischen Zentralarchiv in Berlin.

Der Arbeitskreis traf sich in den letzten beiden Jahren zu drei Plenarsitzungen und einer wissenschaftlichen Tagung: Die Herbstsitzung 2017 fand am 200. Jahrestag des Unionsaufrufs statt und war mit einer Exkursion zu historischen Stätten der Union verbunden. Prof. Dr. Martin Friedrich referierte in Paretz zu Rulemann Friedrich Eylert, Dr. Hüffmeier hielt in der Nagelkreuzkapelle der Garnisonkirche in Potsdam einen öffentlichen Vortrag über die Kirchenunion in Preußen und ihre Folgen. Auf der Frühjahrssitzung 2018 analysierte Dr. Andreas Meier anhand der „Sonntagsspiegel“ Herrmann Ehlers Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgesellschaft, Prof. Dr. Jürgen Kampmann stellte die Bemühungen der Evangelischen Kirche von Westfalen nach 1945 um ein gemeinsames evangelisches Bekenntnis dar. Als Herbstsitzung 2018 wurde in Herrnhut eine Tagung veranstaltet.

Die wissenschaftliche Tagung stand unter dem Titel „Gebaute Religion – Kirchenbau als Mittel preußischer Kulturpolitik vom 17. bis 19. Jahrhundert“ und wurde in Kooperation mit dem Verein für Schlesische Kirchengeschichte vom 3. bis 5. Oktober 2018 in Herrnhut veranstaltet. Im Mittelpunkt der Referate deutscher und polnischer Wissenschaftler standen die Grundzüge des preußischen Kirchenbaus sowie beispielhaft der Kirchenbau in Ostpreußen, Pommern und Schlesien. Eine Exkursion zu ehemals evangelischen Kirchen im heute polnischen Schlesien rundete die Tagung ab. Dokumentiert werden die Referate im „Jahrbuch für schlesische Kirchengeschichte“.

Auf der Märzsitzung 2019 stellten Dr. Michael Häusler und Dr. Dietrich Meyer die Entwicklung der Diakonie in Oberschlesien und Ostpreußen seit ihren Anfängen bis ins 20. Jahrhundert dar, und Prof. Dr. Friedemann Stengel analysierte das Zustandekommen und die Wirkung des Bußwortes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland von 2017 zur Rolle der evangelischen Kirche während der SED-Herrschaft.

Alle Veröffentlichungen aus der Reihe „Unio und Confessio“ finden Sie im Unterbereich Publikationen.